Worauf Sie bei der Einführung von 3D Automatisierung achten sollten

Automatisierte Bildproduktion erfolgreich implementieren

CGI statt Fotografie

Computer Generated Imagery (CGI) bezeichnet ganz allgemein die computerbasierte Produktion von Bildern. Bekannt ist diese Technik vor allem von aufwändig produzierten Special-Effects Filmen. Durch den Fortschritt der Technik und die immer realistischeren Darstellungsmöglichkeiten findet CGI in Form von 3D Visualisierung auch immer mehr Anwendung in der Produktbilderstellung und löst somit die Fotografie immer weiter ab. Besonders effizient ist der Einsatz von 3D Visualisierung, wenn die Grundform eines Produktes gleichbleibend (Bettwäschen, Handtücher, Vasen, Buchcover, Polstermöbel etc.) und eine hohe Variantenvielfalt (verschiedene Farben, Muster, Texturen, Stoffe usw.) gegeben ist. In diesem Fall kann die Bilderstellung durch einen Workflow automatisiert werden.

Vor allem im Bereich Interior gibt es viele Produkte mit hoher Variantenvielfalt, welche durch die Vielzahl an Stoffen, Mustern und Farben entsteht. Sie eignen sich daher ideal für den Einsatz der automatisierten Form von CGI – der 3D Automatisierung.

Der Bilderstellungsprozess kann dabei komplett „digitalisiert“ werden. Das Produkt selbst muss dafür nicht vorhanden sein bzw. existieren. Beispielsweise werden Stoffbezüge in Form von Texturen über das digitale Möbelstück „gelegt“ und zu fotorealistischen Bildern verarbeitet.

Aspekte die Sie beachten sollten

Da man sich im Gegensatz zur klassischen Fotografie komplett in der „digitalen Welt“ befindet, besteht die Möglichkeit, Arbeitsschritte zu automatisieren und den Bilderstellungsprozess effizienter zu gestalten. So viele Vorteile diese Form der Bilderstellung mit sich bringt, so wichtig ist die professionelle Einführung von 3D Visualisierung bzw. 3D Automatisierung in ein Unternehmen. Wir bei Premedia beschäftigen uns seit einigen Jahren intensiv mit der automatisierten Bilderstellung und wissen daher, dass die Einführung neuer Prozesse auch einige Herausforderungen mit sich bringt. Für eine erfolgreiche Umsetzung und Implementierung sind aus unserer Sicht folgende vier Aspekte entscheidend:

#1
Automatisierungs-Potenzial erkennen und richtig einschätzen

Mithilfe von 3D Automatisierung ist es möglich, mit wenigen Mausklicks hochwertige Produktbilder zu erhalten. Dies kann erreicht werden, wenn das Automatisierungspotential ganzheitlich erfasst und richtig eingeschätzt wird. 3D Automatisierung ist vor allem sinnvoll, wenn eine hohe Menge an Produktbildern unter Einhaltung bestimmter Standards erstellt werden können. Die beiden wichtigsten Fragen vorweg lauten daher „Wie gut eignet sich mein Produkt für die Implementierung eines Standardprozesses?“ und „Wie viele Produktbilder benötige ich?“.

3D Automatisierung wird häufig isoliert als isolierter Schritt zur Bilderstellung betrachtet, der komplette Prozess besteht jedoch aus Dateninput → Bilderstellung → Datenoutput. Es ist daher wichtig sämtliche Prozessschritte in die Überlegungen miteinzubeziehen und bereits bestehende „Content-Management-Tools“ zu evaluieren. Auf diese Weise wird evaluiert, inwiefern die bestehenden Tools in die Automatisierung miteingebunden werden können. Der Schlüssel zum Erfolg liegt daher in der ganzheitlichen Betrachtung des Prozesses der 3D Automatisierung.

Für Poco bieten wir beispielsweise die Möglichkeit, Bilder unkompliziert mittels Formular zu bestellen. Anschließend werden diese automatisch erstellt und in die Bilddatenbank des Kunden eingepflegt. Die Bilder haben dabei einen durchgängigen Qualitätsstandard und können bereits wenige Stunden nach Bestellung im Online-Shop verwendet werden.

Um diese Prozesse effizient und erfolgreich umzusetzen, ist auch das Thema 3D-Consulting sehr wichtig. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Vorteile von 3D Visualisierung in Kombination mit Automatisierung vollständig genutzt werden. Um ein Gefühl für Ihr vorhandenes Automatisierungspotenzial zu bekommen, sollten Sie bereits vorab folgende Fragen beantworten:

Allgemeine Fragen

  • Wie sieht mein aktueller Bildbestellungsprozess aus?
  • Wie schnell benötige ich die Bilder?
  • Nutzt mein Unternehmen eine Bilddatenbank?

Fragen zum Produkt

  • Wie viele Varianten gibt es von meinem Produkt?
  • Woran unterscheiden sich die Produktvarianten?
  • Wie oft kommen neue Varianten hinzu?
  • Wie viele Bilder benötige ich von einer Produkt-Ausführung?

Fragen zu Input-Daten

  • Gibt es digitale Daten von Oberflächenmustern (Texturen) meiner Produkte?
  • Welche Qualität haben meine Daten?
  • Wie möchte ich meine Daten für die Bilderstellung übermitteln?

#2
Intern den Weg für 3D Automatisierung vorbereiten

Die Einführung neuer Prozesse, sowie auch die Adaptierung bestehender Prozesse ist immer mit Veränderung verbunden. Auch wenn dadurch Abläufe optimiert und effizienter gestaltet werden, stellt dieser Schritt dennoch für die meisten Unternehmen eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Gemeinsam mit dem 3D Partner sollte also genauestens analysiert werden, welche bestehenden Prozesse gut funktionieren und gegebenenfalls an den „Automatisierungs-Workflow“ angebunden werden können. Da jeder Workflow individuell erstellt wird und daher flexibel an die Anforderungen im Unternehmen angepasst werden kann, sollten dieser Vorteil voll ausgeschöpft werden.

In die Evaluierung der bestehende Bildbeschaffung werden sämtliche Mitarbeiter eingebunden, welche auch später bei dem automatisierten Workflow involviert sind. In diesem Zusammenhang muss auch geklärt werden, ob es Veränderungen in den Zuständigkeiten und Verantwortungsbereichen gibt sowie ob die Mitarbeiter eventuell geschult werden müssen. Eine sinnvolle Vorgehensweise ist die Durchführung von Workshops, um den Mitarbeitern frühzeitig die Angst vor einer Prozessveränderung zu nehmen. Ziel ist es, Abläufe zu verbessern und effizienter zu gestalten, um langfristig zu entlasten und keine komplexen Prozesse aufzuzwingen.

#3
Einhaltung von Daten-Standards

Bei der 3D Automatisierung erfolgt der Bilderstellungsprozess nach vorab definierten Standards. Dies betrifft neben dem Bildinhalt vor allem die Prozessschritte Dateninput & Datenoutput. Um fehlerfreie Bilder in durchgängiger Qualität zu erhalten, müssen die Input-Daten bestimmte Vorgaben erfüllen. Diese beziehen sich zum Beispiel auf Bildeigenschaften wie Benennung, Bildauflösung, oder Farbprofile von Texturmustern, welche vorab als Datenstandards festgelegt wurden.

Folgende Attribute sind für die Verarbeitung von Bilddaten zu beachten:

  • Dateibenennung
  • Dateiformat
  • Bildauflösung
  • Bildformat
  • Farbraum
  • Farbprofil

Es ist daher sinnvoll diese Vorgaben anhand eines „Datenanforderungsblatts“ zu definieren und zu prüfen, wie die Daten mit den definierten Standards zur Verfügung gestellt werden können. Im Beispiel von Poco werden die Input-Daten (Texturen) von den Lieferanten zur Verfügung gestellt. Es sollte daher auch sichergestellt werden, dass die Lieferanten die nötigen Datenanforderungen erfüllen können.

Für die finalen Produktbilder (Daten-Output) müssen die Bildattribute als Standard festgelegt werden. Dabei ist vor allem zu beachten, wie die Bilder weiterverwendet bzw. wo sie eingesetzt werden. Dieser Faktoren beeinflussen, in welcher Form die Bilddateien benötigt werden und in welcher Qualität sie zur Verfügung gestellt werden müssen. Bei automatisierter Einsortierung in eine Bilddatenbank ist es beispielsweise auch wichtig, einer bestimmten Benennungslogik zu folgen, damit diese automatisiert weiterverarbeitet werden können.

#4
Bildsprache entwickeln

Neben den technischen Herausforderungen ist es besonders wichtig, sich mit dem Bildinhalt im Detail zu beschäftigen. Die Bildsprache bzw. der Bildstil oder -look ist das wichtigste Instrument, um Produkte ideal in Szene zu setzen und Kunden bewusst zum Kauf anzuregen. Gleichzeitig erzeugt sie einen Wiedererkennungswert, wodurch es einem Unternehmen nachhaltig gelingt, im Mindset der Kunden zu bleiben und sich vom Mitbewerb abzuheben. Eine starke und wirkungsvolle Bildsprache ist daher stets an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst und erfüllt folgende Kriterien:

  • Einheitliche und authentische Produktumgebungen und Raummilieus
  • Vergleichbare Darstellung der Produkte und Produktdetails
  • Produkteigenschaften und -vorteile werden gezielt hervorheben
  • Markenimage bzw. CI/CD-Guidelines werden eingehalten

Damit ein automatisierter Workflow nicht nur effizient abläuft, sondern auch wirkungsvolle und authentische Bilder produziert, wird mit der Definition der Bildsprache zuerst die Basis dafür geschaffen.

In vielen Unternehmen ist die Bildsprache bereits sehr ausführlich in den Corporate Identity (CI) bzw. Corporate Design (CD) Richtlinien festgelegt. Soll die Bildsprache neu definiert werden, hat sich dafür der Einsatz eines sogenannten „Moodboards“ bewehrt.

Ein Moodboard ist vergleichbar mit einer Collage, die das Ziel hat, das Image einer Marke oder eines Produktes bestmöglich zu umschreiben. Es dient also als Hilfsmittel, um bestimmte Stimmungen, Stilarten oder Gefühle zu sammeln, zu visualisieren und zu kommunizieren

Basierend auf dem Moodboard werden in einem nächsten Schritt die Umgebungen und Räumlichkeiten erstellt, in denen die Produkte später visualisiert werden. Diese Räumlichkeiten und Umgebungen können für jede Zielgruppe angepasst werden. Neben den zahlreichen technischen Aspekten der automatisierten Bilderstellung ist die Bildsprache ein wesentlicher Baustein für den optimalen Workflow. Als Experte für fotorealistische 3D Visualisierungen und Bild-Ästhetik unterstützen wir unsere Kunden bei der Entwicklung einer maßgeschneiderten Bildsprache mit Wiedererkennungswert.

3D Consulting als Basis

Der Einsatz von 3D Automatisierung ist nur dann effizient, wenn der Workflow für die automatisierte Visualisierung nahtlos an die bestehenden Marketing-Prozesse und -Systeme (Digital Asset Management, Marketing Content Management etc.) andockt. Eine nahtlose Implementierung des automatisierten Workflows in das bestehende Technologie-Umfeld bildet dabei das Fundament für einen stabilen und fehlerfreien Bestellprozess sowie fotorealistische Bildqualität. Umso wichtiger ist die Auswahl eines professionellen Partners, der die Anforderungen an den automatisierten Workflow ganzheitlich erfasst sowie dessen Implementierung umfassend und passgenau in die bestehende Technologie-Umgebung überführt.

Um die Herausforderungen bei der Einführung von 3D Automatisierung frühzeitig zu erkennen und ideal zu bewältigen, empfehlen wir daher ein 3D Consulting als starke Basis für die aufbauenden Schritte.

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Simone Schmiedmeister

Business Development Manager

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