Gut organisiert ist halb gewonnen
Sicherlich kennen Sie das Problem: Der Content auf Ihrem Computer wird stetig mehr. Bilder, Videos, Texte, Infografiken, PDFs, – da kann man schon mal den Überblick verlieren. Weltweit werden täglich 400 Millionen Terabyte an Daten erstellt, Tendenz steigend. Manchmal erscheint es daher schwieriger, die Inhalte für die aktuelle Kampagne zu finden als die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen. Dabei ist die Ausleitung von passgenauen und individualisierten Content unerlässlich für eine eindrucksvolle und konsistente Customer Journey.
Letztendlich müssen Unternehmen den Großteil ihrer Zeit und Ressourcen auf das Erreichen von Ergebnissen konzentrieren. Wenn zu viel Zeit für das Erstellen, Neuerstellen oder Suchen von Assets aufgewendet wird, wird diese Zeit verschwendet. DAM-Lösungen ermöglichen es Organisationen, sich auf wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren.
Welchen Inpact hatte die Einführung einer Digital Asset Management Software?
Es wird also Zeit sich Gedanken über eine Digital Asset Management Lösung zu machen. Schließlich gibt es eine Menge von Gründen die für eine DAM-Implementierung sprechen:
- Smarte Verwaltung digitaler Assets
- Effektive Content Produktion & Kollaboration
- Standardisierung & Brand Managament
- Verringerung von Redundanzen & Medienbrüchen
- Effiziente Ausleitung in diverse Kommunikationskanäle
Doch wie geht man bei der Einführung eines DAM-Systems am Besten vor? Wir führen Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.
Bedarfsermittlung und Planung
Die Implementierung eines Digital Asset Management (DAM)-Systems beginnt mit einer gründlichen Bedarfsermittlung und Planung. Dieser erste Schritt ist entscheidend, um sicherzustellen, dass das gewählte DAM-System die spezifischen Anforderungen und Ziele des Unternehmens erfüllt. Eine sorgfältige Bedarfsanalyse hilft, die Anforderungen der verschiedenen Abteilungen und Stakeholder zu verstehen und die Funktionalitäten zu identifizieren, die für die Organisation am wichtigsten sind.
Vorgehensweise
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Anforderungen sammeln
Ziele definieren
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Systemauswahl
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Ressourcen planen
Anforderungen sammeln
Sammeln Sie Anforderungen aller relevanten Abteilungen, einschließlich Marketing, Vertrieb, IT und kreativen Teams. Identifizieren Sie die Herausforderungen, mit denen diese Teams derzeit konfrontiert sind, und die spezifischen Funktionen, die sie in einem DAM-System benötigen.
Ziele definieren
Legen Sie klare Ziele für die Implementierung des DAM-Systems fest. Diese Ziele könnten die Verbesserung der Effizienz, die Reduzierung der Suchzeiten, die Sicherstellung der Markenkonsistenz oder die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Teams umfassen.
Systemauswahl
Basierend auf den gesammelten Anforderungen und definierten Zielen, bewerten Sie verschiedene DAM-Systeme auf dem Markt. Berücksichtigen Sie dabei die Skalierbarkeit, Benutzerfreundlichkeit, Integrationsmöglichkeiten und die Gesamtbetriebskosten der Systeme.
Ressourcen planen
Planen Sie die benötigten Ressourcen für die Implementierung, einschließlich Budget, Zeitrahmen und Personal. Stellen Sie sicher, dass alle notwendigen Ressourcen vorhanden sind, um eine reibungslose Implementierung zu gewährleisten.
Die richtige Lösung
Bei der Entscheidung über ein Digital Asset Management (DAM) System stehen Unternehmen vor wichtigen Weichenstellungen. Eine zentrale Frage ist die Wahl zwischen einer On-Premise-Lösung, die maximale Kontrolle und Sicherheit bietet, und einer cloudbasierten Lösung, die Flexibilität und Skalierbarkeit gewährleistet. Ebenso gilt es, zwischen Open Source und kommerziellen Lösungen abzuwägen: Open Source ermöglicht Anpassungen und Kosteneffizienz, während kommerzielle Systeme oft umfassenderen Support und schnellere Implementierung bieten.
Sie suchen eine Digital Asset Management Software?
Wie Sie beim Kauf eines DAM vorgehen [inkl. 10 wichtigsten Kriterien]
Der richtige Implementierungspartner ist ebenso wichtig wie die richtige Software
Der Markt für DAM-Anbieter ist inzwischen unübersichtlich. Viele Software-Hersteller bieten scheinbar ähnliche Lösungen an, doch nicht jede Lösung passt zu jedem Unternehmen. Die System-Auswahl sollte von Scope und Anforderungen an die Software ausgehen. Es bietet sich an Pflicht-Funktionalitäten und optionalen Funktionen zu definieren. Externe Beratung kann helfen, den Recherche- und Entscheidungsprozess zu verkürzen und die optimale Lösung zu finden.
Der Premedia 360° Approach: Ganzheitlich denken – umfassend beraten.
Weiterhin stellt sich die Frage, ob man auf Best-of-Breed-Lösungen setzt, die spezialisierte Funktionen liefern, oder eine All-in-One-Lösung bevorzugt, die auch zum Beispiel das Product Information Management (PIM) oder die Printautomatisierung abdeckt. Schließlich muss entschieden werden, ob ein unternehmensweites DAM, das alle Abteilungen unterstützt, oder ein speziell auf Marketing zugeschnittenes DAM die bessere Wahl ist, um den spezifischen Anforderungen und Workflows gerecht zu werden.
Ausprägungsvarianten einer DAM-Lösung
On premise vs. Cloud basierte Lösung
Open Source vs. Kommerzielle Lösung
Best of Breed vs. All in One Lösung
Unternehmensweites DAM vs. Marketing DAM
Change Management
Organisationen sind ständig Veränderungen ausgesetzt. Sowohl intern als auch extern gibt es geplante und ungeplante Änderungen, die die Arbeitswelt immer komplexer machen. Change Management ist das systematische Management aller Veränderungsprozesse. Dies umfasst die Planung, Steuerung, Kontrolle, Bewertung und Stabilisierung der Änderungen. Es zielt darauf ab, Anpassungsprozesse zu vereinfachen und Risiken zu minimieren.
Kontinuierliche Überprüfung & Optimierung
Die Implementierung einer DAM-Lösung ist ein kontinuierlicher Prozess, der kontinuierliche Überprüfungen und Optimierungen erfordert. Regelmäßiges Performance-Monitoring und Benutzerfeedback sind notwendig, um die Effizienz zu gewährleisten und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Updates und Upgrades sorgen dafür, dass das System den neuesten technischen Standards entspricht und seine Funktionalität sowie Sicherheit verbessert wird. Regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen fördern die effektive Nutzung des Systems und unterstützen die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse.
Change Management ist ein entscheidender und oft unterschätzter Aspekt jeder Software-Einführung. Schließlich ist die Akzeptanz durch die Benutzer:innen ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Implementierung. Es ist also wichtig, potenzielle Widerstände frühzeitig zu identifizieren und Strategien zu entwickeln, um diese zu überwinden. Das Programm sollte die Mitarbeiter:innen während des gesamten Implementierungsprozesses unterstützen. Dazu gehört unter anderem:
- die Kommunikation der Vorteile des neuen Systems
- die Förderung der Akzeptanz durch kontinuierliches Feedback und Anpassungen
- ausreichende Support-Strukturen (wie z. B. ein Helpdesk, ein internes Expertennetzwerk oder regelmäßige Schulungssitzungen)
So gehen Sie im Change Prozess vor:
Kommunikationsstrategie
Die Vorteile des neuen DAM-Systems klar und deutlich vermitteln
Einbindung der User
Die frühzeitige Einbindung in den Prozess fördert Akzeptanz und Engagement
Schulungsprogramme
Schulungen sollten auf die spezifischen Bedürfnisse der User zugeschnitten sein
Schulung
Die Einführung eines DAM-Systems erfordert neben einem Change Management auch umfassende Schulungen, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter:innen das System effektiv nutzen können. Ohne angemessene Schulung und Unterstützung kann die Akzeptanz des neuen Systems leiden, was die Wirksamkeit der Implementierung beeinträchtigt.
Diese Schulungen sollten nicht nur die grundlegenden Funktionen des DAM-Systems, sondern auch spezifische Workflows und Prozesse umfassen, die für die einzelnen Abteilungen relevant sind. Detaillierte Trainingsmaterialien, einschließlich Handbüchern, Video-Tutorials und FAQs, sollten den Benutzer:innen als Referenz dienen und leicht zugänglich sowie benutzerfreundlich sein.
Datenmigration und Integration
Die Datenmigration und Integration sind kritische Aspekte der Implementierung eines DAM-Systems. Eine sorgfältige Planung und Durchführung dieser Schritte stellen sicher, dass alle digitalen Assets sicher und effizient in das neue System übertragen werden und nahtlos mit bestehenden Systemen integriert werden können.
Datenaudit
Digitale Assets anhand Umfang, Qualität und Struktur bewerten
Migrationsplan
Schritte und Zeitrahmen für die Übertragung der digitalen Assets festlegen
Integration
Integration mit anderen Systemen wie CMS, CRM und Marketing-Automation-Tools
Tests & Validierung
Eventuelle Probleme identifizieren und vor dem Go-Live beheben
Fazit
Die Implementierung eines DAM-Systems erfordert sorgfältige Planung, frühzeitiges Change Management, umfassende Schulungen und kontinuierliche Optimierung. Durch die Berücksichtigung der besten Praktiken bei der Bedarfsermittlung, Schulung, Datenmigration und Benutzer:innenakzeptanz können Unternehmen sicherstellen, dass ihr DAM-System erfolgreich implementiert bzw. genutzt wird und den gewünschten Nutzen bringt.