Wo geht die Reise hin?
Der globale Markt für Digital Asset Management Lösungen (DAM) wird voraussichtlich im Jahr 2024 einen Wert von 4,6 Milliarden US-Dollar erreichen und bis 2032 auf 16,2 Milliarden US-Dollar anwachsen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 17,0 % im Prognosezeitraum 2024-2032.1 Doch was sind die Treiber für das starke Wachstum und wo entwickelt DAM sich hin?
Die Nachfrage nach der Erstellung von visuell ansprechenden Inhalten in großem Maßstab ist erheblich gestiegen. Zudem stehen viele Marketing- und Kreativteams vor Budget- und Personalabbau, wodurch sie gezwungen sind, mehr mit weniger zu erreichen. Organisationen, die DAM nutzen, entdecken daher neue und innovative Wege, um mehr Wert aus ihren Lösungen zu schöpfen, und drängen Anbieter immer neue Funktionen bereitzustellen. Ziel ist es die Bedürfnisse der Kund:innen, Mitarbeiter:innen und Stakeholdern über den ursprünglichen Anwendungsfall von DAM hinaus zu erfüllen. Wir werfen einen Blick auf 3 spannende Trends:
10 Kriterien für die Wahl der richtigen DAM-Lösung
Diese Checkliste listet 10 Kriterien auf, anhand derer Sie bei der Suche nach der perfekten DAM-Lösung abwägen sollten. Erfahren Sie außerdem:
- Warum eine Standardlösung oftmals nicht die richtige ist.
- Worauf es bei der Implementierung ankommt.
- Wie Sie Ihr DAM-Projekt im Budgetrahmen halten.
DAM & KI
Zu sagen, dass Künstliche Intelligenz (KI) heutzutage ein populäres Thema ist, wäre eine Untertreibung. Das unterstreicht auch folgende Statistik: 97 % von Unternehmensinhabern sind der Meinung, dass ChatGPT ihrem Unternehmen helfen wird 2 – und das aus gutem Grund. KI spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie wir digitale Assets verwalten, bearbeiten und optimieren. Das Ziel von KI-Systemen ist es, Aufgaben zu übernehmen, die typischerweise menschliche Intelligenz erfordern, und dabei die Abhängigkeit von menschlicher Intervention so weit wie möglich zu minimieren.
KI bietet sowohl die Möglichkeit als auch die Fähigkeit, alle Aspekte des Digital Asset Managements zu verbessern – von der Verwaltung von Metadaten, der Verbesserung von Such- und Entdeckungsprozessen, der Straffung von Workflows bis hin zu erweiterter Automatisierung. Wichtig ist es jedoch, einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit KI sicherzustellen.
Tipps für die Verwaltung von KI-generierten Inhalten
Berücksichtigen Sie rechtliche Vorgaben
KI führt zu neuen Herausforderungen im Bereich Urheberrecht und geistiges Eigentum (IP), die komplexe rechtliche Fragen aufwerfen. Es ist wichtig, die Gesetze zu kennen, vorsichtig vorzugehen und einen Rechtsexperten in den Freigabeprozess einzubeziehen.
Aktualisieren Sie Ihre Markenrichtlinien
Markenrichtlinien sichern die Konsistenz und legen fest, wie Inhalte verwendet werden sollen. Organisationen sollten angesichts der zunehmenden Nutzung von KI festlegen, ob, wann und wie solche Inhalte genehmigt und genutzt werden dürfen.
Analysieren und Nachverfolgen
Es ist entscheidend, zu überprüfen, ob KI-generierte Inhalte Ergebnisse liefern und Kund:innen ansprechen. Bei einer erhöhten Produktionsrate durch KI ist eine schnelle, großflächige Leistungsanalyse unerlässlich.
KI-Asset-Management umfasst den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie Maschinelles Lernen (ML), Deep Learning (DL), Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP), Computer Vision und mehr. Diese Technologien machen es zum Beispiel möglich ein Bild automatisiert zu untersuchen, um darauf Gesichter, Landschaften oder Objekte zu erkennen und das Asset basierend auf seinem Inhalt ohne manuelle Eingabe zu kategorisieren. KI nutzt dafür Mustererkennung und kann sogar Video-Frames und Audiowellen analysieren, um bedeutungsvolle Daten zu extrahieren.
Vorteile von KI im digitalen Asset-Management
Geschwindigkeit
Verarbeitung von Informationen in Real-Time für hyperpersonalisierte Erlebnisse
Automatisierung
Workflows für Aufgaben wie Genehmigungsprozesse, Versionskontrolle und Taggen
Intelligente Suche
Erkennen von Kontext und Intention hinter User-Suchanfragen (inkl. visuelle Suche)
Metadatenverwaltung
Automatisiertes Zuweisung von präzisen und relevanten Metadaten für einfache Auffindbarkeit
Predictive Analytics
Vorhersage über die Nutzung und Leistung von digitalen Inhalten um die Strategie zu optimieren
Optimierte Arbeitsabläufe
zB automatisierte Anpassung von Größe und Format von Bildern an verschiedene Plattformen
Da sich Künstliche Intelligenz rasant weiter entwickelt, wird sie DAM-Lösungen auch weiter verbessern. Um in der digitalen Ära wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für Organisationen also unerlässlich, KI-gestützte DAM-Lösungen zu implementieren, die ihren spezifischen Anforderungen und Branchentrends entsprechen.
Da bei AI-generated Content nach wie vor das Thema der Halluzination gibt, ist ein bewusster und kritischer Umgang mit KI unerlässlich. Um nachvollziehen zu können, woher die Daten stammen und ob sie valide sind, ist es erforderlich, einige zusätzliche Felder im DAM einzuführen.
Beispiele für KI-inspirierte Metadatenfelder in DAM
- Erstellt von: Wurde das Asset von ChatGPT, Gemini, Midjourney oder einem anderen Tool erzeugt?
- Prompt: Welcher Textprompt wurde verwendet, um ein Asset zu generieren?
- Seriennummer: Sie benötigen eine Kennung, um Assets zu unterscheiden, die aus demselben Prompt stammen.
- Faktencheck (J/N): KI liegt nicht immer richtig. Die richtigen Checks schützen Ihr Unternehmen.
Cloud-basierte Lösungen
Cloud-DAM-Systeme nutzen ein Content-Delivery-Network (CDN), um Assets effizient an externe Standorte wie Websites und APIs zu verteilen. Unternehmen können Original-Assets im DAM speichern und Aktualisierungen automatisch an verschiedene externe Standorte synchronisieren. Dadurch wird sichergestellt, dass stets die korrekten Dateien verwendet werden, was den Markenschutz gewährleistet und die Markenbekanntheit stärkt. Mit fortschreitender Technologie und zunehmender Erfahrung im Umgang mit Cloud-Diensten wird die Akzeptanz und Nutzung cloud-basierter DAM-Systeme weiter zunehmen und die Art und Weise, wie Unternehmen ihre digitalen Assets verwalten, revolutionieren.
Cloud vs. On-Premise DAM
Cloud-basierte DAM-Lösungen bieten zahlreiche Vorteile gegenüber traditionellen On-Premise-Systemen. Die Implementierung einer cloud-nativen DAM-Umgebung erfolgt bis zu 6x schneller als bei einer herkömmlichen DAM-Lösung. Neben der schnelleren Einführung sind cloudbasierte Systeme skalierbarer, flexibler und kosteneffizienter, was sie zu einer attraktiven Option für Unternehmen jeder Größe macht. Trotz der Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Integration, überwiegen die Vorteile meist deutlich.
Würden Sie ein cloudbasiertes DAM bevorzugen? 3
In einer Umfrage gaben fast die Hälfte der Marketeers an, dass sie eine cloudbasierte Digital-Asset-Management-Software bevorzugen. Etwas mehr als ein Viertel bevorzugt ein On-Premise-DAM und ebensoviele Marketeers haben keine Meinung dazu.1 Einige der genannten Gründe für eine cloudbasierte Lösung: Globale Organisation, bessere Integrationsmöglichkeiten sowie Skalierbarkeit und Sicherheit.
Cybersecurity ist ein integraler Bestandteil des Digital Asset Managements. Cloud-basierte DAM-Systeme bieten sichere, nachvollziehbare Workflows und Digital Rights Management (DRM)-Prozesse, die Unternehmen dabei helfen, ihre digitalen Assets zu schützen und zu kontrollieren. User können Ablaufdaten für die Nutzung festlegen sowie eine Vielzahl von Genehmigungs- und Berechtigungsprozessen einrichten. Dadurch behalten Sie stets den Überblick darüber, welche Personen Ihre Dateien nutzt und welche Zugriffsrechte diese besitzen, sodass Sie die volle Kontrolle behalten.
Vorteile von Cloud-basierten DAM Lösungen
Skalierbarkeit
Flexible Anpassung von Speicherplatz und Rechenkapazitäten
Verfügbarkeit
User können immer und überall auf der Welt auf digitale Assets zugreifen
Sicherheit
Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung, 2FA und regelmäßige Backups
Updates & Wartung
Durch kontinuierlich Aktualisierung immer auf dem neuesten Stand
Trotz der zahlreichen Vorteile sollte die Entscheidung zwischen cloud-based DAM vs. on-premise DAM immer von den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen abhängen.
VR- & VR-Assets
Virtual Reality („virtuelle Realität“) & Augmented Reality („erweiterte Realität“) sind längst keine Science-Fiction-Fantasien mehr und gewinnen bei Verbraucher:innen und Unternehmen immer mehr an Beliebtheit.
VR schafft vollständig digitale Welten, in denen Nutzer:innen Produkte interaktiv erkunden können. 8 von 10 Verbraucher:innen, die VR ausprobiert haben, beschreiben ihre Erfahrungen als entweder „sehr positiv“ oder „eher positiv“.4
AR hingegen ermöglicht es, digitale Informationen nahtlos mit realen Produkten zu verknüpfen, sodass Kund:innen das Produkt virtuell in ihrer eigenen Umgebung erleben können. Bereits etwa 40 % der Käufer:innen geben an, dass sie bereit wären, mehr für ein Produkt zu zahlen, wenn sie es vorher mittels Augmented Reality testen könnten.5
Beispiel IKEA6
IKEA nutzt Augmented Reality in der IKEA-Place-App, um Kund:innen die Möglichkeit zu geben, Möbelstücke vor dem Kauf virtuell in ihrem eigenen Zuhause zu visualisieren. Zusätzlich setzt IKEA in seinen Filialen Virtual Reality ein, um Kund:innen eine immersive Erkundung von Raumausstattungen zu ermöglichen und die Interaktion mit Produkten in einer virtuellen Umgebung zu erleichtern.
VR & AR setzen neue Maßstäbe, indem sie die Grenzen zwischen physischer und digitaler Welt aufheben. Diese Technologien machen Produktpräsentationen nicht nur ansprechender, sondern helfen Kund:innen auch, die Produkte besser zu verstehen. Darüber hinaus optimieren AR und VR interne Prozesse wie die Produktentwicklung und Prototyperstellung. Diese Technologie wird Schätzungen zufolge mit einer jährlichen Wachstumsrate von 9 % (CAGR 2024-2029) wachsen, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 62,0 Milliarden US-Dollar bis 2029 führen wird.
In welchen Sektoren ist Augmented Reality am beliebtesten?
60%Möbel
55%Kleidung
39%Lebensmittel & Getränke
35% Schuhe
Mit der kontinuierlichen Entwicklung von DAM und VR/AR-Technologien erleben wir eine Konvergenz, die eine nahtlose Integration und Verwaltung digitaler Assets innerhalb immersiver Erlebnisse ermöglicht. Durch die effektive Organisation, Verwaltung und Verteilung digitaler Assets befähigt DAM Content-Ersteller, ansprechende VR-/AR- Erlebnisse zu bieten. Mit dem technologischen Fortschritt wird die Integration von DAM und VR/AR zweifellos die Zukunft der digitalen Content-Erstellung und -Nutzung prägen.
Vorteile der Integration von DAM mit VR und AR
AR/VR-Formatunterstützung
Diese umfassen 3D-Modelle, 360-Grad-Videos und virtuelle Touren
Interaktive Inhalte
Verwaltung interaktiver Inhalte wie Hotspots, Click-Through-Links und eingebettete Medien
Visualisierung und Vorschau
Leichtere Überprüfung und Freigabe von Inhalten, bevor sie veröffentlicht werden
Fazit
Digital Asset Management (DAM) ist in der modernen Marketingwelt unverzichtbar. Durch aktuelle Trends wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Technologien oder Virtual Reality Augmented Reality gewinnt es immer mehr an Bedeutung. Diese Innovationen ermöglichen eine effizientere Verwaltung und Verteilung digitaler Inhalte, steigern die Produktivität und gewährleisten eine konsistente Markenkommunikation. Unternehmen, die DAM-Systeme nutzen, profitieren von einer besseren Organisation ihrer digitalen Assets und einer optimierten Zusammenarbeit über verschiedene Teams hinweg, was ihnen einen klaren Wettbewerbsvorteil verschafft.