Best Practise: Digitalisierung
im Marketing

Wie Unternehmen den digitalen Wandel erfolgreich meistern

Schneller, automatisierter, personalisierter

KI, IoT und Big Data beeinflussen unsere vernetzte Welt und eröffnen Unternehmen neue Chancen, auch im Marketing. Inzwischen beschäftigen sich Geschäftsführer, IT-Entscheider und Marketer aller Branchen und Unternehmenskategorien tagtäglich mit Fragestellungen rund um die digitale Transformation.

Wo früher Filialen und Verkaufsschalter waren, gibt es heute digitale Plattformen, auf denen Kunden sich selbst bedienen oder mit relevanten Informationen versorgt werden. Wo Aufgaben händisch erledigt wurden, übernimmt Automatisierung Routineaufgaben ganz einfach und selbstständig. Die Vorteile für den Kunden liegen auf der Hand: alles geht schneller, automatisierter und personalisierter.

Digitalisierung ganzheitlich denken

Aber lange noch nicht alle Unternehmen haben die Herausforderungen dieses Wandels im Marketing gemeistert. Denn mit „Lass uns digital werden“ ist es hierbei nicht getan. Vielmehr geht es darum, das Geschäftsmodell, Produkte und Services neu zu denken. Tatsächlich sind nicht die „digitale Technik“ oder gar „das Internet“ Schuld daran, dass einige Unternehmen im Markt nicht mehr bestehen.

Es ist vielmehr eine Management-Frage, ob Unternehmen die Chancen der digitalen Transformation für sich nutzen. Einige große österreichische Vorzeigeunternehmen machen vor, wie es funktionieren kann, Marketing digital und ganzheitlich zu denken.

Marketing Content Hub für XXXLutz

Investition in eine neue übergreifende Cloud-Software für das Marketing, um Kunden noch personalisierter und automatisierter anzusprechen.

XXXLutz-Filliale

In die Organisation und in Infrastruktur investieren

  • Die meisten Unternehmen schätzen Digitalisierung als sehr wichtig ein, aber oft mangelt es noch an den nötigen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen (Mensch, IT, Organisation, Prozesse).
  • Berater, Umstrukturierungen, technisches Equipment und eine technologische Infrastruktur kosten Zeit und Geld – und das oft ohne sofortigen Return on Investment und nicht „greifbar“, daher bei manchen Unternehmen Hemmschwelle bei Investitionen.
  • Selbstverständlich sollte bei Digitalisierungsprojekten das Geld nicht mit der Gießkanne verteilt und aus dem Fenster geschmissen werden. Sparzwang und Mini-Budgets sind ebenso kontraproduktiv. Jeder Verantwortliche muss stets den Kundennutzen im Blick haben.
  • Kunde erwartet sich Personalisierung im Marketing, Anbieter sollte den Kunden idealerweise in- und auswendig kennen: Perfekte Kundendaten und kontextuelle Inhalte gehören zusammen.
  • Kann nur durch datengetriebenes Marketing funktionieren: Individuell abgestimmte IT-Lösung notwendig.
  • Investition in geeignete Software und Analyseprozess im Vorfeld.
  • Kanalvielfalt steuern, kein Gap mehr zwischen On- und Offline.

Print-Automatisierung für J.u.A. Frischeis

J.u.A. Frischeis ist einer der führenden Großhändler für Holz- und Holzwerkstoffe. Durch den Einsatz systemgestützter, maßgeschneiderter Software konnten Zeit und Kosten reduziert sowie Arbeitsprozesse merklich verbessert werden. So wird nun bei der Katalogerstellung 50 Prozent der Zeit eingespart – zwischen Planung und fertigem Katalog liegen nur mehr Tage und nicht, wie vor Einführung des Systems, Wochen.

JuAFrischeis Schauraum

Analoges digital denken

  • Schritt für Schritt analoge Marketinginstrumente digital denken.
  • Bei Print liegt großes Potential.
  • Teilweise sind Prozesse zur Erstellung von Printwerbemitteln noch ineffizient und hochgradig manuell, obwohl digitale Lösungen längst einsatzfähig sind. Viele Unternehmer wissen nicht, welche Einsparungspotentiale sich hier verbergen.
  • Die Welt löst sich nicht in Pixel auf, sondern das Analoge wird im digitalen Wandel neu inszeniert, um zu überleben.

Bedarfsbezogene Werbemittelproduktion für 8000 Anwender bei Wüstenrot

Die Bausparkasse Wüstenrot AG mit Sitz in Salzburg zählt seit vielen Jahren zu den Kunden von Premedia. Im Zuge eines Reorganisationsprozesses wurde die Produktion und Logistik des gesamten Werbematerials ausgelagert. Die gedruckten Werbemittel wurden auf Print on Demand umgestellt. Dadurch konnte die Lagermenge und die Lagerkosten erheblich reduziert (-40 Prozent) und die Aktualität der Werbemittel sichergestellt werden.

Wüstenrot Unternehmenssitz

Controlling professionalisieren

  • Digitalisierung im Marketing ist ein kontinuierlicher Prozess, der wahrscheinlich nie zu einem Abschluss kommt, sondern seinen einzigen Bestand im stetigen Wandel hat: Prozesse und Daten gehören auf den Prüfstand.
  • Effiziente Interpretation der Kennzahlen oft Herausforderung für Marketer.
  • Für die Ableitung von Rückschlüssen aus allen Informationen, die über den Kunden gesammelt wurden, gibt es im Marketing zumeist eine Menge punktueller Lösungen – und da Marketer immer bestrebt sind, die jeweils beste Lösung zu nutzen, kommen mit der Zeit immer mehr Systeme zum Einsatz.
  • Nicht ungewöhnlich, wenn die Marketingabteilung größerer Unternehmen mehr als 20 Systeme verwendet, um ihre täglichen Aufgaben zu erfüllen. Wenn also ein Marketer Daten und Auswertungen aus mehr als 20 Systemen in Einklang bringen muss, um zu erfahren, ob seine Kampagne erfolgreich war oder sich als Flop herausgestellt hat, kann das zu einer wahren Herkulesaufgabe werden.
  • Erfolgsmessung und Controlling müssen also professionalisiert und digitalisiert werden, hier wird noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

 

Marketing Content Management

Für personalisierte, zielgerichtete Ansprache der Kunden über mehrere Kanäle hinweg, blieb bei unserem Kunden immer zu wenig Zeit. Daher galt es, Prozesse im Marketing durch den gezielten Einsatz von Technologie zu optimieren, Synergien zwischen den Unternehmensbereichen zu nutzen und so mehr Zeit für die Kommunikation mit dem Kunden zu gewinnen.

Zusammenarbeit mit IT-Abteilung fördern

  • Digitalisierung im Marketing steht und fällt mit der IT.
  • Zusammenarbeit der unterschiedlichen Unternehmensbereiche mit der IT daher unabdingbar.
  • Vielerorts werden IT-Fachkräfte nur als Dienstleister und nicht als Berater gesehen.
  • Inhaltliche Entscheidungen werden häufig vom Marketing allein getroffen und IT erst ins Boot geholt, wenn bereits feststeht was umgesetzt wird. Umgekehrt soll es schon vorgekommen sein, dass seitens der IT System-Lösungen ausgerollt werden, ohne das Marketing im Vorfeld tiefgreifend abzuholen und einzubinden.
  • Große Herausforderung an dieser Schnittstelle: Kommunikationsbarrieren, Dolmetscher wird benötigt.
  • Zusammenarbeit der Mitarbeiter fördern, z.B. durch Veranstaltungen (gemeinsame Workshops, Social Dates, etc.).